Perspektiven auf Forschungsethik

Ein vergleichendes, partizipativ ausgerichtetes Sabbatical-Projekt im Forschungsfreisemester

Im Rahmen ihres Forschungsfreisemesters untersucht Prof. Dr. Hella von Unger, wie Forschungsethik in unterschiedlichen Kontexten verstanden und praktiziert wird. Aus einer kritisch-sozialwissenschaftlichen Perspektive fragt das Projekt danach, wie etablierte, biomedizinisch geprägte Modelle von Forschungsethik weiterentwickelt und durch relationale sowie community-orientierte Ansätze ergänzt werden.

Ein besonderer Fokus liegt auf indigenen Perspektiven, insbesondere Māori und First Nations, und ihrem Beitrag zur Weiterentwicklung ethischer Rahmenkonzepte. Forschungsethik wird dabei nicht nur als formales Regelwerk verstanden, sondern als Praxis, die durch soziale Beziehungen, institutionelle Kontexte und unterschiedliche Wissensformen geprägt ist.

Das Projekt verfolgt einen explorativen ethnografischen Ansatz. Es kombiniert Gespräche mit Forschenden, Vertreter*innen von Communities und weiteren Expert*innen mit teilnehmender Beobachtung in Aotearoa Neuseeland und Kanada. Ziel ist es, vergleichende Erkenntnisse zu gewinnen, den internationalen Austausch zu stärken und zur Weiterentwicklung reflexiver und kontextsensibler Debatten über Forschungsethik in Deutschland und Europa beizutragen.

Dieses Projekt wird eigenfinanziert.

Projektbeginn
März 2026
Laufzeit
3 Monate
Leitung
Prof. Dr. Hella von Unger
Gastinstitutionen
University of Auckland
University of Winnipeg
Veröffentlichungen