Wohnungsgenossenschaften als reale Utopie?

Eine Untersuchung zum transformativen Potenzial und den sozialen Grenzen genossenschaftlicher und anderer kooperativer Wohnformen.

Das Dissertationsprojekt untersucht, inwiefern Wohnungsgenossenschaften und andere kooperative Wohnformen als Keimformen nicht-kapitalistischer Organisationslogiken verstanden werden können. Im Mittelpunkt steht dabei eine reflektierende Perspektive auf ihre soziale Reichweite:

  • Wer profitiert derzeit vom genossenschaftlichen Wohnen – und wer bleibt strukturell ausgeschlossen?

Zugleich stellt sich die Frage, unter welchen sozialen, politischen und ökonomischen Bedingungen solche Wohnformen als „reale Utopien“ tragfähig sein und transformatives Potenzial entfalten können.

Methodisch folgt das Projekt einem Mixed-Methods-Ansatz: Im quantitativen Teil werden genossenschaftliche Wohnformen in Deutschland systematisch erfasst und in Bezug auf ihre soziale Zusammensetzung analysiert. Ergänzend dazu widmet sich ein qualitativer Teil ausgewählten Wohnprojekten, um die normativen Orientierungen und alltagspraktischen Aushandlungen der Bewohner:innen vertiefend zu untersuchen.

Ziel ist es, das transformative Potenzial dieser Wohnformen differenziert zu analysieren und ihre gesellschaftliche Rolle im Kontext sozialer Ungleichheiten und wohnungspolitischer Entwicklungen einzuordnen.

Projektbeginn
Oktober 2023
Laufzeit
laufend
Beteiligte
Lena Radau
Veröffentlichungen